Lerntypen

Wenn Kinder in der Schule schlechtere Noten haben als andere, bedeutet das nicht automatisch gleich, dass sie sich zu wenig anstrengen oder gar weniger intelligent sind. Menschen lernen auf unterschiedlichste Arten. Während ein Schüler bereits beim Zuhören im Unterricht alles Wesentliche aufnimmt, lernt ein anderer am Besten, mit selbst erstellten Visualisierungen (z.B. Mind Mapping) oder indem er den Lernstoff zu Hause ruhig durchliest.

Was sind Lerntypen?

Aus Erfahrung wissen wir, dass es verschiedene Arten des Lernens gibt. Manche können sich einen Lernstoff gut merken, wenn sie ihn lesen, andere, wenn sie einem Vortragenden zuhören und wieder andere lernen einfacher, wenn sie schreiben oder sich mit Mitlernenden über die Inhalte austauschen (vgl. Lernformen).  Wenn Kinder in der Schule schneller oder langsamer lernen, hat dies oft nichts mit ihrer Intelligenz zu tun, sondern mit unterschiedlichen Lerntypen.

 

Zum Lernen gebrauchen wir unsere Sinnesorgane. Neben Augen und Ohren gehören dazu auch der Geruchs-, Geschmacks- und Muskelsinn. Der Lernstoff gelangt über die beteiligten Sinnesorgane in unser Gedächtnis. Da die einzelnen Sinnesorgane bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt sind, bedeutet das, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt. In Anlehnung an die Sinnesorgane, die beim Lernen beteiligt sind, spricht man deshalb von auditiven, visuellen, kommunikativen und motorischen Lerntypen.

Welche Lerntypen gibt es?

Es existieren unterschiedliche Beschreibungen von Lerntypen. Hier stellen wir die gängigsten Benennungen resp. Beschreibungen vor.

Auditiver (Hören)
Auditiver (Hören)
Visueller (Sehen)
Visueller (Sehen)
Motorischer (Anfassen)
Motorischer (Anfassen)
Kommunikativer (Reden)
Kommunikativer (Reden)

Welcher Lerntyp bin ich?

Finde heraus, welcher Grundlerntyp du bist. Dann kannst du Informationen in der Weise aufnehmen und im Gedächtnis verankern, die für dich am besten sind. Bei der Lerntypbestimmung geht es um Tendenzen. Zum effektiven Lernen ist eine möglichst grosse Beteiligung und Nutzung aller Sinne wichtig. Du solltest beispielsweise darauf achten, wenn du auditiv schwach bist, Informationen nicht nur über die Ohren aufzunehmen. Denn du wirst von den Informationen dann nur wenig behalten. Ergänze deine Informationsaufnahme durch andere Lernmethoden, die dir eher liegen.

 

Lerntypen sind in der Regel immer Mischtypen. Es gibt Menschen die unter Zeitdruck gut lernen und Menschen, die aus eigenem Antrieb besser lernen. Manche mögen eine leichte Geräuschkulisse und andere brauchen absolute Bibliotheksstille. Ebenso gibt es viele Misch-Lerntypen, die am besten in einer Kombination verschiedener Situationen und Umgebungsvariablen lernen. Wahrscheinlich gibt es genauso viele Lerntypen wie Lernende.

 

Ein wichtiger Teil der Selbsterkenntnis ist, zu wissen, wie man selbst am Leichtesten lernt bzw. zu welcher Art Lerntyp man gehört. Am zuverlässigsten findest du deine individuelle Lernmethode heraus, indem du dich selbst beobachtest und dich daran erinnerst, auf welche Art und Weise du bisher die grössten Lernerfolge erzielt hast. Wenn du die Lernerfolge deines Kindes verbessern willst, dann finde heraus, welchen Lerntyp dein Kind bevorzugt. Nimm einen Lerninhalt, den das Kind schwer versteht und male dazu ein Bild (visuell), lies den Lernstoff vor (auditiv), rede mit ihm darüber und lasse es sich erklären (kommunikativ) oder mache ein Experiment dazu, verwende Gesten, gehe dabei im Zimmer auf und ab (motorisch). Bei welcher Lernmethode hat das Kind den Stoff am schnellsten resp. leichtesten verstanden? Ergänze alle weiteren Lerninhalte durch die entsprechenden Lernmethoden.

Typ und Antityp

Mit einem kurzen Test findest du etwas über deine Persönlichkeit heraus, d.h. welche Adjektive mehr oder weniger zutreffen und welcher Persönlichkeits-Typ du bist; ICH oder DU orientiert, eher auf SICHERHEIT oder mehr auf STIMULANZ bedacht. Wichtig ist zu wissen, dass du je nach Ausprägung von deinem Gegenüber auch mit den Adjektiven des Antityps in Verbindung gebracht werden kannst. Den Test kannst Du hier herunterladen.

Was bleibt hängen resp. gespeichert?

Hilfreich ist, wenn du den Lernstoff über möglichst viele Sinneskanäle einprägst und verarbeitest. Denn je mehr Wahrnehmungsfelder im Gehirn (vgl. das Gehirn) beteiligt sind, desto mehr gedankliche Verknüpfungen können zum Lernstoff hergestellt werden. Damit wiederum kannst du deine Aufmerksamkeit und Lernmotivation steigern und einen grösseren Lernerfolg erzielen.


Lerntypentests

Im Internet existieren verschiedene Test zur Bestimmung des primären Lerntyps. Einige möchten wir hier empfehlen.

 

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